Das Wort Hochschulabschluss bezeichnet allgemein die Auszeichnung, die man nach einem erfolgreich beendeten Studium erwirbt. Um ein Studium an einer Universität beginnen zu können, muss man das Abitur abgelegt haben, auch allgemeine Hochschulreife genannt. Die Fachhochschulreife, die meist in Verbindung mit einem einjährigen gelenkten Praktikum erworben wird, berechtigt ausschließlich zum Besuch einer Fachhochschule.
Das Studium findet an einer Hochschule statt, also einer Fachhochschule (FH) oder einer Universität. Es ist ebenso möglich, einen akademischen Grad per Fernstudium zu erwerben. Dabei lernen die Studierenden hauptsächlich zu Hause. Die erforderlichen Unterlagen werden ihnen per Post zugesandt oder über das Internet zugänglich gemacht. Seit dem sogenannten Bologna-Reform werden die akademischen Grade Magister und Diplom nicht mehr vergeben (Ausnahme: Studierende, die einen entsprechenden Studiengang noch nicht beendet haben). Der Regelabschluss ist jetzt der Bachelor. Varianten sind der Bachelor of Arts (B.A.), der Bachelor of Engineering (B.Eng.), der Bachelor of Laws (LL.B.), der Bachelor of Fine Arts (B.F.A.), Bachelor of Music (B.Mus. – von Kunst- und Musikhochschulen vergeben) sowie der Bachelor of Education (B.Ed. – in Lehramtsstudiengängen).
Zur Erlangung des Bachelorgrades können die Studiengänge in unterschiedlichen Variationen absolviert werden: Die entsprechenden Stichworte sind 1-Fach-Bachelor und 2-Fach-Bachelor. Bei ersterem wird genau ein Fach bzw. ein Studiengang studiert. Im 2-Fach-Bachelor werden entweder zwei Fächer gleichberechtigt studiert (“integrativer Studiengang”) oder ein Kernfach mit einem von mehreren zur Auswahl stehenden Nebenfächern kombiniert (“Kern-/Ergänzungsmodell”). Beide Varianten werden oftmals durch berufsbezogene Kursangebote ergänzt. Dabei können sowohl Fremdsprachen vermittelt werden, Kompaktversionen der Studieninhalte anderer Disziplinen erlernt oder unterschiedlichste Formen der Medienkompetenz erworben werden.
Die weiterführenden Studiengänge tragen jetzt den Titel Master. Bei einem Studium der Betriebswirtschaft ist auch von einem “Master of Business Administration” (MBA) die Rede. Die Zulassung zu einem Masterstudiengang ist beschränkt, da generell weniger Master- als Bachelorstudienplätze vorgehalten werden. Eines der Zulassungskriterien ist die Bachelorabschlussnote, je nach Universität sind weitere Nachweise der fachlichen Eignung und Leistungsfähigkeit und erbringen. Beim Master wird zwischen dem konsektuiven und dem nicht-konsektuiven unterschieden. Der konsektuive Master soll auf einem fachlich ähnlich gelagerten Studiengang aufbauen. Der nicht-konsektuive Master ist unabhängig von bestimmten fachlichen Vorleistungen – außer einem abgeschlossenen Bachelor-Studium. Die Abschlüsse werden analog zu denen der Bachelorabschlüsse bezeichnet, also wird ein B.Sc. später ein M.Sc.
Die Regelstudienzeit beträgt bei Bachelorstudiengängen generell drei Jahre, der Master ist auf zwei Jahre ausgelegt.
Der nächsthöhere akademische Grad ist weiterhin der Doktor.